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Faszien genauer unter die Lupe genommen
     

 

Behandlung mit Myofaszialen Techniken                                     

 Was sind Faszien?                                     

Faszien sind bindegewebsartige  Hüllen, die alle Muskeln, Organe, Nerven, Gefäße und kleine und größere Körperregionen umschließen.

Oft ist eine Faszie nur Bruchteile eines Millimeters dünn: Die Konsistenz gleicht dann einer Mischung aus milchiger Haut, wie sie sich z.B. über eine Hühnerbrust spannt, und Schleimfäden wie bei einem Spinnennetz.

Zum Teil sind Faszien auch lederartige Häute, in Bändern und Sehnen oder an Knotenpunkten, wie am unteren Rücken, wo sie sehr stark daran beteiligt sind.

 Sie halten den Körper aufrecht und speichern Schmerzen und Emotionen. Sie sind elastisch und greifen nahtlos ineinander über, so dass im gesamten Körper ein sich überlagerndes Geflecht entsteht.

Störungen der Faszien

Faszien ziehen sich zusammen, und können verkleben bei Fehlbelastung, Bewegungsmangel , Verletzungen, Entzündungen, emotionalen Einflüssen, Gewohnheit und bei anderen Dysfunktionen.

Faszien sind verblüffend sensibel: Versuche haben ergeben, dass sie sogar auf Stress reagieren. Sie ziehen sich messbar zusammen. Die Muskeln können dann nicht mehr in der ihr angedachten Form arbeiten, es kommt zu Lymphstauungen, zu Kompression von Nerven und Gefäßen, die Eigenbewegung der Organe kann nicht mehr stattfinden, Energiebahnen werden unterbrochen. Der gesamte Stoffwechsel ist gestört, es kommt zu Schmerzen!

Der Schmerzort ist aber oft nicht der Entstehungsort!
Durch das Fasziengeflecht im Körper kann die Ursache an einer vom Schmerzpunkt entfernten Stelle im Körper sein.
Ein Organ mit seiner festen Faszie kann so einen Schmerz im Rücken, Schulter/Nacken oder Kopf hervorrufen. Dadurch entsteht eine Schonhaltung, die wiederum zu Störungen der Faszien führt.
Der Körper befindet sich in einem Schmerzkreis.

 

Faszienbehandlung

Die Verklebungen werden durch manuelle Techniken, also ohne Hilfsmittel, gelöst. Physiologische Blockaden in den Faszien, Muskeln, Gelenken, sowie emotionale Blockaden werden gelöst.
Dadurch kann der Körper wieder normal arbeiten, der Stoffwechsel findet wieder statt, Fehlbelastungen korrigieren sich, und die Schmerzen werden reduziert.

Dieses lebendige Gewebe ist verletzlich: Bei Verstauchungen, Schnittwunden, Knochenbrüchen oder Operationen kann es passieren, dass es durcheinanderkommt und stellenweise anschwillt, verhärtet oder verfilzt.
Schon einseitige Belastungen reichen mitunter aus, dass sich das Gewebe ungut verschiebt und die komplizierte Architektur Risse bekommt. Das Ergebnis: eine fehlende Elastizität, die die Beweglichkeit einschränkt und Schmerzen aller Art verursachen kann.

Die Faszientherapie kann auch bei fehlender Leistungsfähigkeit angewandt werden.
Energiebahnen können durch Lösen der Verklebung wieder ihre volle Kapazität aufbringen, und so den Körper optimal versorgen.

Durch die Verknüpfung aller Faszien miteinander können auch entfernte Störungen in einem Gewebsbereich z. B. Narben und Gewebsverklebungen nach Operationen zu Problemen an anderen Stellen im Körper führen.